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Eisbaden - ist es Todessehnsucht?

26.01.2026
3 min
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Meister Laotse sagt: 

"Wenn der Mensch geboren wird, ist er weich und biegsam

wenn er stirbt , ist er fest und starr…" 

Wahrlich 

"Das Feste, Starre ist des Todes Begleiter,

Das Weiche Biegsame des Lebens Begleiter."

Wie heißt es doch so plastisch? Mir gefriert das Blut in den Adern, oder dieser Mensch ist kaltblütig, womit nicht gerade ein Sympathieträger gemeint ist. Der eisige Blick, die kalte Schulter, Kaltschnäuzigkeit…mit Kälte wird vielfach das Fehlen von Herzenswärme, Empathie, Resonanzfähigkeit ausgedrückt. 

Angriff auf die Lebensenergie Qi

Die Chinesische Medizin sieht Kälte als Angriff auf die Lebensenergie Qi, auf das Herzfeuer, das Feuer das den Antrieb des Blutes durch die Gefäße gewährleistet. 

Das Feuer als Yang Prinzip, das alle unsere Lebensprozesse, wie den Stoffwechsel, das Immunsystem sowie unsere geistige Vitalität garantiert, wird durch Kälte behindert, verlangsamt und herunter gefahren

Nicht umsonst sprechen wir bei Toten als erkaltet, oder die Drohung „ich mache dich kalt“ wird nicht als Aufforderung zum Eisbaden missverstanden. 

Kälte und Angst zeigen die selben Symptome: man wird starr, Kälte kriecht entlang der Wirbelsäule in den Nacken, man krümmt sich zusammen, weil man sich schützen will, Panik und Fluchtverhalten werden aktiviert, wir beginnen heftig zu atmen, die Muskeln beginnen zu zittern, die Zähne zu klappern.

Was passiert bei Kälte im Körper aus medizinischer Sicht? 

Die Funktionstüchtigkeit unseres Körpers ist auf einen Kerntemperatur von 37 Grad angewiesen. 

Sinkt diese durch äußeren Kälteeinfluss:

  • signalisieren die Kältesensoren der Haut, die Wärmeabgabe zu drosseln 
  • die Gefäße ziehen sich zusammen 
  • der Körper gerät unter Stress 
  • das autonome Nervensystem kurbelt die Stresshormone an 
  • es entsteht eine Panikreaktion 
  • die Atmung wird verstärkt, das Kohlendioxid im Blut sinkt 
  • die Blutgefäße verengen sich noch mehr -> dies kann zu Herzflimmern bis Herzstillstand führen, das Gehirn schädigen, das Denken beeinträchtigen, und durch die unterbrochene Blutzufuhr "Schlaganfälle“ gut auslösen

Ein hoher Preis für ein bisschen Endorphin - Glücksgefühl, wenn der Kälteschmerz und Schock nachlässt. 

Die bessere Alternative

Bewegung, moderate sportliche Tätigkeit im Freien ist weniger gesundheitsgefährdend und wirkt sich positiv auf negative Stimmung und Winterblues aus.