Traditionelle chinesische Medizin

ganzheit tcm

Die Botschaft der TCM lautet:

Jeder Mensch ist Herr über seine Gesundheit, wenn er gewisse Spielregeln der Natur beachtet".

Klingt einfach, oder?

TCM ist ein Sammelbegriff für viele verschiedene Therapiemethoden, deren Ursprünge vor mehr als 2.500 Jahren in China liegen. TCM ist das erste ganzheitliche Medizinsystem. Das Ziel war immer Gesundheit zu erhalten Krankheiten zu verhindern, in diesem Sinn ist TCM eine antike Form der heute modernen Präventionsmedizin.

Die Erfahrung einzelner Meister wurde in Schulen gelehrt und weitergegeben, durch die Größe des Landes und die unterschiedlichen regionalen Bedingungen, gab es nie nur eine einzige, sondern verschiedene, zum Teil auch konkurrierende Lehrmeinungen. Vielfach ist das Wissen einzelner TCM Methoden auch Familientradition und wird nur im klassischen Meister-Schüler Prinzip oder innerhalb der Familie weitergegeben. Jeder Schüler muss sich dieses Wissens als würdig erweisen, sonst nimmt der Meister seine Geheimnisse lieber mit ins Grab, als sie zu lehren.

Wie in der westlichen Medizin, gab es auch in China sehr fruchtbare Perioden für die Entwicklung der TCM. Beispielsweise wurden in der Han Dynastie (206 v.Chr.-220 n.Chr.) die wichtigsten Grundlagenwerke für Akupunktur  " Huang Di Nei Jing " – das Buch des gelben Kaisers; das Grundlagenwerk für die Chinesische Arzneimittellehre " Shen Nong Ben Cao Jing " – Materia medica des Gottes des Ackerbaus und das "Shang Han Za Bing Lun " – das Buch über Kälte verursachte Erkrankungen verfasst. Diese Werke bilden noch heute die Grundlage der TCM Wissens.

Philosophische Konzepte des Daoismus und seine Idee des Menschen, der als Mitte zwischen Himmel (Yang) und Erde (Yin) die Notwendigkeit hat im Rhythmus der Natur zu leben, sowie die hierarchischen Strukturen des Konfuzianismus, wirken prägend auf die chinesische Medizin ein.

Zur Zeit der Kulturrevolution (1966) wurden viele TCM Universitäten geschlossen, die Meister zur Landarbeit versendet und damit ging traditionelles „know how“ verloren. In der Notwendigkeit, trotzdem vor allem die Landbevölkerung medizinisch zu versorgen wurden Laien in Schnellkursen von einigen Monaten ausgebildet und als sogenannte „Barfußärzte“ aufs Land geschickt. Erst das moderne China entdeckte wieder seinen unendlichen Reichtum an medizinischem Wissen und versucht heute TCM und westliche Medizin parallel zu entwickeln.

Die chinesischen Therapiemethoden beinhalten nicht nur bereits im Westen etablierte Behandlungen wie Akupunktur sondern auch die bei uns noch weniger bekannten wie:

  • Chinesische Arzneimittellehre
  • Chinesische Ernährungslehre
  • Tuina-Massage
  • Chinesische Bewegungslehre: Taiji, Qi Gong
  • Chinesische Geomantie:  Feng Shui

Alle Bereiche dienten einem Sinn: den Menschen vor Krankheit und Unheil zu bewahren sowie Körper und Geist möglichst bis ins hohe Lebensalter beweglich zu halten. Dazu bildeten richtige Ernährung und Bewegung sowie das Leben im Einklang mit der Natur und den Ahnen (feng shui) die wichtigsten Grundlagen. Nur wer seinen Körper vor den negativen Einflüssen der Natur (Klimafaktoren, negatives Qi aus der Umgebung und der Ahnen) schützt, hat Chancen auf Gesundheit. Gelingt ihm das nicht und der Körper gerät aus dem Gleichgewicht, dann müssen kundige Therapeuten einschreiten und mittels Massage, Akupunktur oder Heilkräutern, die Harmonie der Körperkräfte wieder herstellen.